Inhalt: Nachdem sie aus der Hauptstadt vertrieben wurden, reisen Chen Xing und Xiang Shu in den Norden. Obwohl die Landschaften zunächst idyllisch wirken, ist die Stimmung bald getrübt von Spannungen zwischen den Stämmen, vom tiefen Winter und den Untoten ...
Einige Monate sind vergangen, seit Chen Xing sich auf die Reise gemacht hat, um die Magie zurück ins Land zu bringen. Der zweite Teil von „Fusheng Dinghai Records“ entführt uns nun in den tiefen Norden des Alten Chinas bis an die Grenze des Landes.
Fei Tian Ye Xiang malt ein zunächst idyllisches Bild des Nordens, der Heimat Xiang Shus und der nomadischen Völker, die dort überwintern. Auf dem zweiten Blick jedoch wird ersichtlich, dass in Chi-Le-Chuan genauso wie in Chang’an, welches im Mittelpunkt des ersten Teils stand, politische Konflikte und Intrigen zwischen den Stämmen herrschen.
Die Spannung baut sich langsam auf. Zwar gibt es immer wieder witzige Momente, allen voran ausgelöst durch Chen Xing, der kein Fettnäpfchen auslässt, aber der Ton bleibt in erster Linie ernst. Das bietet die Gelegenheit, die Figuren besser kennenzulernen. Besonders die beiden Protagonisten gewinnen im zweiten Teil deutlich an Tiefe, und zwischen ihnen baut sich ganz langsam ein inniges Verhältnis auf.
Da das Worldbuilding bereits etabliert ist, haben die Infodumps deutlich abgenommen. Der Stil ist immer noch einfach gehalten, aber geschliffener und vor allem die Actionszenen wirken sehr dynamisch. Da ich den Originaltext nicht kenne, kann ich nicht beurteilen, wie gut die Übersetzung gelungen ist, aber zumindest stilistisch hat Sönke Carsten Rühmann hier sehr gute Arbeit geleistet.
Einziger Kritikpunkt: Die Illustrationen, so schön sie auch sein mögen, stimmen nicht immer mit den Beschreibungen im Buch überein.



