Autorin: T. Kingfisher
Erschienen: 21. Juli 2020
Deutsche Ausgabe: 17. März 2026 im Second Chances Verlag
Inhalt: Die vierzehnjährige Mona ist eine Zauberin, allerdings kann sie mit ihrer Magie höchstens Brot backen und Lebkuchenmänner tanzen lassen, was sie persönlich nicht besonders begabt findet. Als sie eines Tages eine Leiche in der Bäckerei, gerät sie plötzlich selbst ins Verhör. Nach und nach verschwinden Magier*innen. Auch Mona ist nicht mehr sicher, weil der Mörder sie als nächstes Opfer auserwählt ...
Mit „Mehl, Magie und Machenschaften“ hat sich T. Kingfisher wirklich kreativ ausgelebt, insbesondere in der Darstellung von Magie. Einen großen Pluspunkt gibt es für den einfachen, heiter-lockeren Erzählstil, der zudem sehr gut zur Protagonistin passt und immer wieder Witz in die sonst ernste Handlung bringt.
Die Handlung selbst hingegen ist eher durchwachsen. Manchmal wirkt sie konstruiert und in die Länge gezogen. Es gibt vereinzelte Kapitel, die hätte man auf ein, zwei Absätze herunterbrechen können, ohne dass Handlung oder Figurenwachstum darunter gelitten hätten. Nichtsdestotrotz hat sie auch ihre guten Momente. Die Art, wie die Magie dargestellt und mit ihr gearbeitet wird, ist sehr kreativ. Es ist toll zuzusehen, wie die Protagonistin über sich hinauswächst und in ihre eigenen Fähigkeiten vertraut.
Auch wenn der Roman für ein erwachsenes Publikum gedacht ist und Cover sowie Erzählstil ganz leichte cozy Vibes vermitteln, sehe ich ihn eher bei einem jüngeren Publikum. Trotz des Witzes ist es auch nicht wirklich ein Wohlfühlroman, da vor allem ernste Themen behandelt werden.
T. Kingfisher hat eine interessante Welt mit liebevollen Figuren geschaffen, deren Handlung aber noch ausbaufähig ist. Wer in erster Linie Wert auf ein kreatives Worldbuilding setzt, wird sicher die genannten Schwächen verzeihen können und Spaß am Lesen finden.
