Titel: Totennacht. Mafed kehrt zurück
Autorin: Jenny Wood
Erschienen: 18. September 2025 (Neuauflage)
Inhalt: Mafed kehrt nach New York zurück, um gemeinsam mit Ian Barnell einen Serienmörder zu fassen, der jungen Frauen die Augen stiehlt. Doch das zerrüttete Verhältnis zwischen den beiden könnten den Ermittlungen im Weg stehen, genauso wie Mafeds Dämonen aus der Vergangenheit ...
Nachdem Mafed New York am Ende von „Totenfluch“ kurzerhand verlassen hat, kehrt er nun endlich zurück, um sich mit Barnell zu versöhnen – wurde auch höchste Zeit. Es gibt außerdem einen neuen Fall zu lösen, neue Herausforderungen, neue Gottheiten.
Auch Seth ist wieder dabei durch kurze Szeneneinschübe, durch die „Totennacht“ und „Trail to Heka“ miteinander verknüpft werden.
„Totennacht“ ist nicht unbedingt der stärkste Teil der Kemet-Reihe, was an der einen oder anderen Länge liegt und an dem überschaubaren Krimi-Anteil. Dafür überzeugt er auf emotionaler Ebene. Die Beziehung zwischen Mafed und Ian Barnell erlebt hier endlich ihren Höhepunkt.
Es gibt ein paar erotische Szenen, wie im ersten Band, darauf sollte man sich einstellen. Sie sind aber nicht allzu explizit, sodass man sich selbst gut ein Bild dazu machen kann. Wer sie im ersten Band mochte, wird sie auch hier mögen.
Die Romanze dominiert in diesem Band. Die Handlung spielt sich vor allem auf Figurenebene ab und gibt ihnen viel Raum, um sich zu entwickeln. Dafür kommt – ähnlich fast wie in „Totenfluch“ – der Krimi etwas zu kurz. Der Fall schreitet in kleinen Schritten voran, bis Leser*innen schließlich relativ früh herausfinden können, wer der Mörder ist. Es gibt eindeutige Hinweise, und aufgrund des überschaubaren Figurenensembles kommen nicht viele Verdächtige infrage. Sehr schade, aber auch eine Geschmackssache.
Alles in allem ist „Totennacht“ ein unterhaltsamer, lesenswerter Roman, der sowohl mit Gefühl als auch mit Spannung punktet. Ein guter zweiter Band, der nicht ganz an den Vorgänger herankommt, aber dennoch seinen Charme hat.